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That´s me

That´s me:Name: MarcGröße: 160Wohnort: Zwischen Köln und AachenBaujahr: 1976Hobbys: lesen (Horror,Thriller,Krimis,Fantasy), mein PC (Internet,Spiele,Websites erstellen), Musik, SportHaustiere: 2 Katzen. Katzendame "Minou" und Katerchen "Ben" Meine Geschichte:Ich wurde im Juli 1976 als Mädchen geboren. Das ich eigentlich ein Junge werden sollte,wusste wohl schon die Geburtshelferin. Sie hat mir ein blaues Bändchen umgetan und hat mich auf der blauen Seite des Kärtchens eingetragen,das bei der Geburt ausgefüllt wird. Ich habe mich bereits im Kleinkindalter eher wie ein Junge verhalten.Ich habe mit Playmobil gespielt,mit Matchboxautos,bin auf Bäumen rum geklettert und auf dem Dach.Ich war ein eher zurückgezogenes Kind und habe auch gern und viel gelesen. Mein Dad wollte immer lieber einen Jungen haben und er hat mich auch dementsprechend behandelt (solange es ging...das heißt,bis zur Pubertät).Ich glaube aber nicht,daß das Auswirkungen auf mich hatte.Schließlich hat mich überwiegend meine Mom erzogen.Und die hat mich immer in die verhaßten Kleider und Röcke gezwängt.Ich hab als Kind oft meinem Dad und meinem Opa geholfen.Mein Dad war Maurer und hat zu Hause sehr viel handwerkliches zu tun gehabt (weil unser Haus damals ständig umgebaut und renoviert wurde,bis es mal so wurde,wie es heute ist) und mein Opa war Schmiedemeister.Ich konnte mich da immer so richtig austoben. Hausarbeit dagegen hab ich nie gern gemacht (musste ich aber auch nicht grossartig machen). Da ich einen eigenen Haushalt habe,muss ich zwar jetzt die Hausarbeit machen,aber so schlimm ist es dann auch wieder nicht (naja,bis auf´s Spülen...das hasse ich!).Im Alter von 8-9 Jahren wurde mir zum ersten Mal bewußt,daß ich nicht so bin,wie die anderen Mädels in meinem Alter und ich habe langsam angefangen,mich zu fragen,was an mir anders ist. Im Alter von ca. 11 Jahren fand ich eine erste,mehr oder weniger passende Antwort auf eine meiner Fragen.Ich stellte zumindest schonmal fest,daß ich mich zu Mädchen hingezogen fühlte.Ich war also lesbisch! Für den Anfang reichte mir das als Antwort.Und vielleicht würde mir das heute noch reichen,wenn......ja,wenn sich nicht mein Körper verändert hätte.Aber wie das so ist im Körper eines Mädchens. Irgendwann kommt alles anders,als man denkt (und als ich wollte).Manchmal denke ich,ich war mir damals noch nicht so recht über den kleinen (aber feinen) Unterschied zwischen Männlein und Weiblein bewusst.Ich weiss es nicht.Aber ich dachte immer: Ich habe keinen Busen,also was hindert mich daran,ein Junge zu sein??? Tja,was hinderte mich wohl daran?(Nein,nicht das,was ihr jetzt denkt!!!!Das sieht doch so keiner.....! Es war....... Klar: die Pubertät!!!! Die erste Periode kam,die Brüste fingen an zu wachsen. Was sollte ich dagegen noch tun??? Beten!!!!!Und das tat ich auch! (Und der liebe Gott hat mich,zumindest ein wenig,erhört.Denn er hat mir einen "Brustwuchsstopper" eingebaut,der meine Oberweite daran hinderte so gross zu werden,wie die von den anderen weiblichen Mitgliedern meiner Familie.Immer noch zu gross,aber besser als noch mehr. Nun gut,mein Körper veränderte sich also.Und während sich alle anderen Mädels über die Veränderungen an ihrem eigenen Körper so sehr freuten (ich freute mich durchaus auch,über die Veränderungen an ihren Körpern,aber nicht an meinem...),....ja,sie freuten sich und ich ekelte mich vor dem,was sich bei mir so tat. Und nicht nur das. Die nächsten Fragen kamen auf! Warum ekelte mich mein Körper an?? Warum konnte ich mich nicht freuen,wie die anderen Mädels??? Ich fühlte mich zu ihnen hingezogen,ich war lesbisch (obwohl ich das nicht sein wollte),aber ich konnte es nicht ändern.Warum also fühlte ich mich immer noch so anders?? Ich fand die Antwort auf diese Frage ein paar Jahre später (mit ca. 13) in einem bekannten Jugendmagazin,in dem ein Bericht über einen Transmann stand. Ich las diesen Artikel und wusste in dem Moment,wo ich hingehöre!!!! Leichter wurde mein Leben dadurch allerdings nicht gerade.Ich hatte eine Antwort auf eine wichtige Frage,aber dadurch taten sich weitere Fragen auf.Und auf diese Fragen hatte ich keine Antwort.Und das Schlimmste war,dass ich mit niemandem darüber reden konnte.Meine Mutter hätte mich nie verstanden (dachte ich zumindest damals) und meine Schwester schon gar nicht.Und ich hatte keine Freundin,die mir nah genug stand,das ich mit ihr darüber hätte reden können. Ich versuchte damals alles,was in mir vorging, auf die Pubertät zu schieben.Schließlich kann die einen ja ganz schön verwirren....Und so vergingen 8 qualvolle Jahre in denen ich Antworten suchte,in denen ich alles in mich reinfrass,in denen ich mich mehr und mehr zurückzog und in meiner eigenen Welt lebte.Immer wieder versuchte ich,ein Mädchen aus mir zu machen.Immer wieder war es vergeblich. Ich versuchte auch zwischenzeitlich mich in Männer zu verlieben,aber so recht wollte auch das nicht klappen. Mit 21 hab ich dann mal einer hübschen Frau zu tief in die Augen gesehen und in dem Moment wurde mir schlagartig klar,daß mein Leben so nicht weitergehen kann!!! Ich outete mich vor meiner damaligen besten Freundin.Und damit kam der Stein ins Rollen! Ich merkte,wie gut es tat,all das,was sich über Jahre in mir angestaut hatt,endlich mal loszuwerden. Als nächstes redete ich mit meiner Schwester,die mich aber nur für verrückt erklärt hat.Sie ist trotzdem mit mir zusammen zu meiner Patentante gegangen.Bei ihr hab ich mich nämlich als nächstes geoutet.Sie hatte immer mal wieder Andeutungen in diese Richtung gemacht,deswegen hab ich erst mit ihr geredet.Was dann kam,ist eigentlich nicht nett von mir gewesen,aber ich hatte Panik: Ich hab meine Patentante mit meiner Mom reden lassen. Ja,ich weiß. Es wäre sicher besser gewesen,wenn ich meiner Mutter selbst davon erzählt hätte,aber ich hab mich halt nicht getraut.Ich war mir sicher,sie würde mich gleich zum nächsten Psychiater schicken (aber nicht um mich in meinem Weg zu bestärken,sondern um mich wieder "normal" zu machen). Da ich ja ohnehin zum Psychiater musste,hab ich mir also auch gleich selbst einen Termin gemacht. Aber der war dann der Meinung,dass ich erst mal eine Beziehung zu einer Frau haben solle,um ausschließen zu können,dass ich vielleicht doch "nur" lesbisch sei. Also hab ich das dann auch getan...... Und nun............10 Jahre und 5 Frauen später hat sich an meinem Empfinden nichts geändert.Ich fühle mich nach wie vor als Mann und ich hasse meinen Körper immer noch. Deswegen hab ich beschlossen,meinen Weg wieder aufzunehmen und ihn diesmal direkt durchzugehen. Meine Mom hat sich immer noch nicht zu 100 % damit abgefunden,aber ich wohne auch nicht mehr zu Hause,also kann sie gar nichts mehr dagegen tun (da hilft nun auch der Satz "Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst....." nix mehr... ) Was mich angeht: Ich habe die letzten Jahre meinen eigenen Alltagstest gemacht,damit mir kein Psycho der Welt mehr sagen kann,daß ich mir das alles nur einbilde!!! Und wie es in meinem Leben nun so weitergeht,das könnt Ihr dann hier immer mal wieder verfolgen,denn ich werde jede Veränderung,so weit es mir möglich ist,hier reinschreiben und auch ein paar Bilder einfügen. Ich wünsch Euch viel Spaß bei der weiteren Entwicklung meines Lebens......



TM

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TransMann--Info